Die Frage mit der Sozialisierung

Über diese Frage könnte man immer wieder etwas schreiben. Da reicht eine kurze Antwort in den FAQ`s wohl nicht. Einerseits hört man aus der Wissenschaft immer mehr Stimmen, die zeigen, dass Kinder, die zu Hause unterrichtet werden vom sozialen her mindestens mit den Schulkindern mithalten können oder sogar diese übertreffen. Forscher in diesem Bereich sind zum Beispiel Gorden Neufeld, Alan Thomas, Ken Robinson oder Peter Gray. 

Die Forschung ist das eine. Meine tägliche Erfahrung bestätigt die Forschung. In der Schule sind die Kinder einer ständigen Konkurenz ausgesetzt: Schulische Leistung, Aussehen, körperliche Kraft, Mode, Vergleich,…Das bedeutet viel Stress. Unter Stress reift ein Kind kaum.  Man bringt den Kindern bei, sie sollen sich wehren, sich verteidigen und das bereite sie vor auf das harte Leben von später. In der Familie möchte ich den Kindern aber nicht beibringen, dass sie sich wehren sollen, sondern ich möchte viel mehr, dass die unterschiedlichen Begabungen nicht eine Konkurenz, sondern eine Bereicherung ist. Ich möchte, dass die Kinder merken, dass wir von einander lernen können und so gemeinsam viel mehr möglich ist. Ich möchte, dass wir lernen uns über die Stärken unserer Mitmenschen zu freuen. Ich bezweifle, dass eine solche Haltung in der Schule an der Tagesordnung ist. Bei unseren Tageskindern beobachte ich viel mehr, dass sie einen täglichen Kampf aushalten müssen, vor allem wenn sie nicht zu den „Coolen“ gehören in der Klasse.

Seit fünf Jahren habe ich an ein bis zwei Tagen pro Woche eins bis drei Tageskinder. Das bedeutet, dass bei uns viele Kinder ein und aus gehen. So haben wir in und ums Haus immer viel Betrieb mit verschiedenen Kindern in unterschiedlichem Alter.

 

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Hier eine typische Mittagsszene bei uns 😉

 

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